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Zum begleiteten Malen:

Beim begleiteten Malen geht es weder um Kunst noch um Anerkennung – wohl aber um das, was uns stärkt und fördert. Wir zeigen mit jedem Bild ja immer auch etwas von uns selber. Und mit unseren Kommentaren zu Bildern natürlich auch. Und wir reagieren oft sehr sensibel auf die Reaktionen bzw. Kommentare unserer Mitmenschen. Selbst das „Annehmen“ der eigenen Bilder kann schwer fallen – weil nämlich fast jeder von uns einen tief verinnerlichten Kritiker hat, der uns unnachsichtig einflüstert, wie wenig wir eigentlich können. Das Schöne und Gute, das auch vorhanden ist, geht dann oft unbeachtet unter.

Was es also braucht, ist eine kritikfreie und wohlwollende Haltung. Gar nicht so einfach!

Wen das Thema des unvoreingenommenen und erkundungsbereiten Blickes auf das eigene kreative Schaffen und besonders auf die eigene Grundhaltung dazu interessiert, dem möchte ich das Buch „The art spirit“, von Robert Henri ( Robert Henri 1865 – 1929 ), einem Künstler und Kunstpädagogen aus den USA, wärmstens empfehlen. Es ist so wohltuend, wenn uns einer wie Henri zuruft: „Jeder, jede kann es! Auf zu neuen Ufern!“

Freilich braucht es auch ein bisschen Geduld. Vor allem mit sich selbst. Aber warum soll man nicht versuchen, sich von scheinbar gewissen Vorurteilen zu lösen? Vielleicht ist ja längst unbemerkt etwas herangewachsen. Man darf ruhig bedenken: „Was wächst, wächst still“ (W. Raabe). Oder mit den Worten von Robert Henri: „Erwarten Sie von Bildern nicht, dass sie das Erwartete sagen; einige der besten warten mit Überraschungen auf…..“

Wenn ich nun jemanden beim Malen begleite, brauche ich ebenfalls Geduld. Ich muss mir stets vergegenwärtigen: „was da vor mir entsteht sind nicht meine Bilder!“ Das muss auch so bleiben. Jeder Malende hat seinen eigenen Entwicklungsprozess und braucht seine eigene Zeit um seinen persönlichen Ausdruck zu finden und diesen auch zu akzeptieren. Mein Ziel ist lediglich die wohlwollende Förderung des persönlichen Ausdrucks, und ich wünsche, dass auch meine Malenden sich selbst gegenüber diese wohlwollende Geduld aufbringen. Wo ich aber helfen kann - wenn es denn gewünscht wird -  ist dabei, Anstösse und Anregungen zu vermitteln, damit die Malenden neue und eigene Wege finden können.

Meine Ausbildung zum Malleiter / Maltherapeut am IHK ( Institut für Humanistische Kunsttherapie ) hat mich mit dem humanistischen Gedankengut vertraut gemacht. Das ist nun auch die Grundlage meiner Arbeit.

Wir arbeiten zusammen in Einzelsitzungen (1½ Std. begleitetes Malen). Gemalt wird im Stehen und mit Gouachefarben. Diese Zeit ist für Dich ein Freiraum zum Ausprobieren und Erkunden. Ich werde dich dabei unterstützen.

Preise: Fr.100.- pro Einzelsitzung (ca. 90 Minuten / inkl. Material)

 

It was as near invisible
As night in early dusk.
So slight it was,
It was as unbelievable
As day in early dawn.
                                  Laura Riding

 

begleitetes Malen